neurologie

Warum Demenz-Erkrankungen abklären?

Manchmal hört man, dass eine genauere Diagnostik bei Verdacht auf Demenz-Erkrankungen nicht sinnvoll sei, weil man bei Demenzdiagnose keine Heilung erzielen könne. Solch eine negative Einstellung ist jedoch ganz und gar unangebracht:

Wir müssen heilbare Erkrankungen rechtzeitig erkennen

Manchmal versteckt sich hinter den Symptomen einer beginnenden Demenzerkrankungen etwas ganz anderes. So können langsam wachsende Tumoren des Gehirns ähnlich in Erscheinung treten, aber auch Stoffwechselstörungen wie zum Beispiel Schildrüsenerkrankungen. Auch Depressionen oder andere seelische Erkrankungen können mit einer beginnenden Demenz verwechselt werden. Solche Zustände gilt es auszuschließen, da wir viele von ihnen mit guter Aussicht behandeln können.

Eine frühe symptomatische Therapie sollte eingeleitet werden

Die Medikamente, die wir derzeit bei Demenzerkrankungen zum Einsatz bringen, wirken symptomatisch, sie können also den Krankheitsverlauf nicht umkehren. Daher ist es sinnvoll, einen solche Therapie so früh wie möglich zu beginnen, um eine Stabilisierung in einem möglichst milden Stufe der Erkrankung zu erreichen. Eine frühe Demenzdiagnose ist dazu unumgänglich.

Es gibt verschiedene Demenzerkrankungen

Demenzerkrankungen betreffen insbesondere in den ersten Jahren der Erkrankung keineswegs alle geistigen Fähigkeiten in gleichem Maße. Welche dies sind hängt auch sehr stark davon ab um welche Demenzerkrankung es sich handelt. Bei der Untersuchung versuche ich also nicht nur, die Schwächen und Probleme des Patienten genau zu erfassen, sondern auch seine erhaltene Fähigkeiten und Stärken (Ressourcen). Erst mit diesem Gesamtprofil bin ich als behandelnder Arzt in der Lage den Patienten und seine Angehörigen zu beraten. Mein Ziel ist es hier zu helfen den Alltag zu erleichtern und dem Patienten trotz der Erkrankung ein möglichst selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu ermöglichen.